[Artikel] sozioland, September
Hunde- und Katzenmenschen
Im direkten Vergleich wollte sich die Mehrheit der Teilnehmer/innen nicht auf Hund oder Katze festlegen. 34,9% sehen sich weder als Hunde- noch als Katzenmensch, sondern haben ein Herz für beide Haustiere. Dennoch fühlen sich weitere 32,4% eher zu den Samtpfoten hingezogen. Dies mag vielleicht daran liegen, dass sich unter den Befragten 36% Katzenhalter gegenüber 25% Hundehaltern befanden. Entgegen der langläufigen Meinung, dass Hund und Katze einen absoluten Gegensatz darstellen, sind 45,9% der Meinung, dass man dies nicht pauschalisieren kann, da sowohl Hund als auch Katze individuelle, Art unabhängige, Eigenschaften besitzen.
Team Hund
Im Vergleich zu den doch eher als wenig bewegungsfreudig befundenen Katzen können Hunde 72,5% der Befragten aufgrund ihrer (Inter)Aktivität bestechen. Mit den bellenden Vierbeinern könne man mehr unternehmen als mit den schnurrenden Stubentigern. Weitere 70,3% stimmten der Bezeichnung „bester Freund des Menschen“ zu. Immerhin 57,3% ziehen Hunde Katzen vor, weil erstere – wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund ihres „Hundeblickes“ – treuer seien als letztere.
Team Katze
Katzen werden dagegen von ihren Fans aufgrund ihres eigenen Willens (70,5%) verehrt. Die Stubentiger lassen sich bekanntlich nicht rumkommandieren. Außerdem zieht ein Großteil der Teilnehmer/innen Katzen aus praktischen Gründen vor: sie sind reinlicher (55,6%), pflegeleichter (54,6%) und leiser (51%) als Hunde. Daher besitzen wohl viele Berufstätige eher eine Mieze. Die meisten Katzenbesitzer unter den Befragten finden sich in den Altersgruppen zwischen 25 und 29 Jahren (38,4%) und in der Gruppe der 30 bis 39jährigen (39,2%).
Viel Auslauf für Katzen
Wenn auch allgemein gerne als „Stubentiger“ bezeichnet, so brauchen Katzen hier und da doch Freigang außerhalb der Wohnung. Eine knappe Mehrheit der Teilnehmer/innen (45,9%) findet jedoch, dass Auslauf draußen zwar schön wäre, ein Balkon aber auch reicht, damit Minka ab und zu mal Frischluft genießen kann. 45,3% sind der Meinung, dass Katzen viel Platz zum bewegen brauchen und daher nur glücklich sind, wenn sie einen Garten zum Rumstreunen haben.
Keine Leine für Minka
Dem „Gassi“ gehen an der Leine stehen insgesamt 56,7% der befragten Tierfreunde allerdings negativ gegenüber. Davon schließen 22,6% die Möglichkeit eines Katzenspaziergangs kategorisch aus. Immerhin über ein Drittel (38,4%) würden es vom individuellen Tier abhängig machen, vielleicht gibt es ja die ein oder andere Katze die gerne mal mit ihrem menschlichen „Dosenöffner“ die Straßen unsicher machen würde.
Fleisch ist ein Muss
Beim Thema „vegetarische Kost“ sprachen sich die Umfragenteilnehmer/innen deutlich gegen eine fleischlose Tierernährung aus. Da Hund und Katze von Natur aus Fleischfresser sind, hält mehr als die Hälfte (55,3%) vegetarisches Futter für ungesund. Weitere 23,8% sehen dies weniger eng und befinden vegetarisches Futter als bedenklich, aber nicht als schädlich.
Weder Luxus noch Tragetäschchen
Ähnlich eindeutig waren die Meinungen zu Luxus-Tierartikeln. Insgesamt 86,7% halten nichts von überflüssigem Schick-Schnack, wie z.B. Diamantenhalsbänder oder Bekleidung, für Hunde und Katzen. Dementsprechend würden auch drei Viertel (75,5%) der Tierhalter Ihrem Liebling keinen Luxusartikel kaufen. Dem immer wieder auffallenden Modetrend vieler Promis, Hunde als Modeaccessoire auf dem Arm oder in Handtaschen mit rum zu tragen heißen fast alle Befragten nicht gut. Insgesamt 96,8% finden diesen nicht-artgerechten Umgang schlecht.
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